GPS-Tracker

Morgens ist am Fahrradständer vor dem Bahnhof noch reichlich Platz. Wir schließen das Rad am gewohnten Bügel an, prüfen das Schloss und gehen zum Zug. Tagsüber denken wir kaum daran. Auf dem Heimweg suchen wir dann schon aus der Entfernung danach: Steht es noch dort, wo wir es abgestellt haben? Wer regelmäßig mit dem Fahrrad unterwegs ist, kennt diesen Moment. Ein geeignetes Schloss und ein gut gewählter Abstellplatz sind wichtig. Doch solange wir unterwegs sind, haben wir keinen Kontakt zum abgestellten Rad. Wir bemerken nicht, wenn jemand es zur Seite stellt, versucht, es mitzunehmen, oder es an einen ganz anderen Ort transportiert. Fahrrad-GPS-Tracker können hier zusätzliche Informationen liefern, auch wenn der Besitzer nicht in der Nähe ist. Wenn sich das abgestellte Fahrrad bewegt Bei einem GPS-Tracker denken viele zuerst an einen Punkt auf der Karte. Beim Fahrrad kann es jedoch schon hilfreich sein, von einer unerwarteten Bewegung zu erfahren. Der Flexcom FB244PRO verfügt über einen integrierten Bewegungssensor und bietet einen Bewegungsalarm. Im Alltag kann das bedeuten, dass das System eine Meldung ausgibt, wenn das angeschlossene Fahrrad bewegt wird. Die Meldung allein erklärt allerdings noch nicht, was passiert ist: An einem vollen Fahrradständer kann jemand gegen das Rad stoßen oder es ein Stück verschieben, um an sein eigenes heranzukommen. Hier kommt die Ortung ins Spiel. Eine Bewegungsmeldung zusammen mit verfügbaren Standortdaten kann mehr aussagen als jede Information für sich. Es macht einen Unterschied, ob das Fahrrad weiterhin am Abstellplatz angezeigt wird oder ob neuere Daten darauf hinweisen, dass es sich bereits entfernt hat. Der Tracker kann deshalb nicht nur im Nachhinein interessant sein. Er kann dabei helfen, früher zu bemerken, dass das Fahrrad Aufmerksamkeit verdient. Wie gelangt der Standort auf das Smartphone? Im Hintergrund arbeiten zwei unterschiedliche Verbindungen. Zunächst bestimmt das Gerät seine Position mithilfe von Satellitensystemen. Anschließend übermittelt es die Daten über das Mobilfunknetz. Der FB244PRO unterstützt laut Produktbeschreibung die Positionsbestimmung über GPS und BEIDOU sowie die Kommunikation über 2G und 4G. Der Standort lässt sich über eine mobile Anwendung oder am Computer verfolgen. Ähnlich wie bei der alltäglichen Nutzung eines Smartphones kommt es darauf an, ob die benötigten Verbindungen verfügbar sind. Auch ein montierter und geladener Tracker braucht geeigneten Satellitenempfang und eine Mobilfunkverbindung. Deshalb ist neben dem angezeigten Standort auch der Zeitpunkt der Meldung wichtig. Eine aktuelle Positionsmeldung hat eine andere Aussagekraft als der letzte bekannte Aufenthaltsort des Fahrrads. Schon auf den ersten Fahrten kann sich zeigen, wie das System zu den eigenen Wegen passt. Die gewohnte Strecke, der Fahrradraum am Arbeitsplatz und der Bahnhof sind Orte, an denen die tatsächliche Nutzung mehr verrät als ein technisches Datenblatt. Mehr als einen Punkt auf der Karte beobachten Auf der Positionsbestimmung baut auch das sogenannte Geofencing auf. Dabei kann das Verlassen oder Erreichen eines festgelegten Bereichs eine Benachrichtigung auslösen. Diese Funktion gehört ebenfalls zu den beschriebenen Möglichkeiten des FB244PRO. Bewegungsalarm und Gebietsbenachrichtigung beantworten unterschiedliche Fragen. Der erste macht darauf aufmerksam, dass sich das Fahrrad bewegt hat. Die zweite zeigt an, dass seine Position eine festgelegte Grenze überschritten hat. An einem Bahnhof ist möglicherweise weniger entscheidend, ob das Rad einige Zentimeter verschoben wurde, sondern vielmehr, ob es die Umgebung des Abstellplatzes verlassen hat. Welche Meldungen sinnvoll sind, hängt daher vom eigenen Alltag ab. Wer sein Fahrrad jeden Tag am selben Ort abstellt, kann diese Funktionen anders nutzen als jemand, der unterwegs an mehreren Orten kurz anhält. Entscheidend ist, dass die Benachrichtigungen Orientierung geben und der Besitzer weiß, welches Ereignis hinter welcher Meldung steckt. Auch der Tracker braucht einen passenden Platz…